Andreas Høivold: EPT-Champion stirbt im Alter von 53 Jahren
Die internationale Pokergemeinschaft nimmt Abschied von einer ihrer markantesten Persönlichkeiten: Andreas Høivold, ehemaliger Gewinner des EPT Main Events, ist mit nur 53 Jahren gestorben.

Die Nachricht traf die Pokerwelt wie ein Schlag: Andreas Høivold, der norwegische Profi, der sich einst den Titel beim EPT Main Event sicherte, ist im Alter von 53 Jahren verstorben. Berichten zufolge litt er seit längerer Zeit an ernsthaften gesundheitlichen Problemen und erlag schließlich einem Organversagen. Ein trauriger Abschluss für ein Leben, das so eng mit dem Spiel verbunden war.
Ein Norweger, der Europa eroberte
In der goldenen Ära der European Poker Tour gehörte Andreas Høivold zu jenen Spielern, die man einfach nicht übersehen konnte. Mit einer ruhigen, fast stoischen Spielweise am Tisch und einem messerscharfen Gespür für das richtige Timing schaffte er es, sich unter den besten europäischen Profis seiner Generation zu etablieren. Sein Sieg beim EPT Main Event war kein Zufallstreffer – er war das Ergebnis jahrelanger Erfahrung und harter Arbeit an seinem Spiel.
Høivold stand für eine Spielergeneration, die das Poker in Europa mit aufgebaut hat. Lange bevor Social Media und Streaming-Plattformen jeden Turniersieg zu einem viralen Moment machten, spielten Männer wie er in vollen Sälen, ohne Fanfare, und hinterließen dennoch bleibende Eindrücke bei allen, die das Privileg hatten, sie am Tisch zu beobachten.
Was seinen Stil so besonders machte
Wer Høivold live spielen sah, erinnert sich an einen Spieler, der nie unnötig Druck auf sich selbst ausübte. Seine Stärken lagen vor allem in:
- Positionsbewusstsein: Er verstand intuitiv, wann er Druck ausĂĽben musste und wann Geduld die bessere Wahl war.
- Lesegeschick: Sein Talent, Gegner zu lesen, machte ihn besonders gefährlich in entscheidenden Momenten des Turniers.
- Mentale Stärke: Langen Turniertagen hielt er mit beeindruckender Konstanz stand – eine Eigenschaft, die in der modernen Pokerwelt gerne unterschätzt wird.
- Bescheidenheit: Trotz seines Erfolges blieb er stets geerdet, was ihm in der Community groĂźen Respekt einbrachte.
Diese Kombination aus technischem Können und menschlicher Reife machte ihn zu mehr als nur einem weiteren Turniersieger – sie machte ihn zu einer echten Leitfigur.
Der Mensch hinter dem Pokerspieler
Berichte von Weggefährten und Kollegen zeichnen das Bild eines Mannes, der weit mehr war als sein Pokerruf vermuten ließ. In der oft ego-getriebenen Welt des Turnierpokersports war Høivold bekannt dafür, jungen Spielern Zeit und Ratschläge zu schenken, ohne großes Aufheben darum zu machen. Wer ihn persönlich kannte, beschreibt einen Menschen mit Humor, Wärme und einer echten Leidenschaft für das Spiel – nicht nur für die Gewinne, die es mitbringen kann.
Es sind genau diese menschlichen Qualitäten, die in der Trauer der Community deutlich werden. Social-Media-Kanäle bekannter Profi-Spieler und Pokerorganisationen füllten sich schnell mit Abschiedsworten, die eines gemeinsam haben: Høivold wurde nicht nur als Spieler geschätzt, sondern als Mensch.
Ein Verlust, der die Pokerfamilie zusammenrücken lässt
Der Tod eines Mitglieds der Pokerfamilie erinnert uns daran, dass hinter jedem Chip-Stack, hinter jedem Final Table, ein Mensch mit einer Geschichte steckt. Gerade während langer Turniersommer – wie wir ihn hier in Las Vegas bei der WSOP erleben – verbringen Pokerspieler Wochen fernab von Zuhause, kämpfen um Titel und Anerkennung, und vergessen dabei manchmal, wie wertvoll die Gemeinschaft ist, die sie umgibt.
Høivolds Ableben sollte uns alle daran erinnern, die Verbindungen zu pflegen, die dieses Spiel schafft. Die Gespräche in der Lobby, die Mitternachtsessen nach einem langen Turniertag, die geteilten Geschichten von Beats und Siegen – das ist das eigentliche Herzstück des Pokerlebens.
Was bleibt
Andreas Høivolds Vermächtnis ist mehr als ein Eintrag in einer Siegerliste. Er repräsentierte eine Zeit, in der europäisches Poker seinen Weg auf die Weltbühne fand, und er war ein wichtiger Teil dieser Geschichte. Norwegisches Poker hat mit ihm eine Stimme verloren, die leise, aber nachhaltig war.
Für alle, die gerade in Las Vegas am Pokertisch sitzen und ihren eigenen Turniersommer erleben: Nehmt euch einen Moment, um an diejenigen zu denken, die dieses Spiel geprägt haben. Und wenn ihr eure eigenen Ergebnisse und Erlebnisse festhalten wollt – sei es aus Respekt vor dem Spiel oder einfach um euren Fortschritt zu verfolgen – ist eine App wie MTTrack ein stiller, aber zuverlässiger Begleiter durch die Höhen und Tiefen der Turniersaison.
Abschied mit WĂĽrde
Die Pokerwelt verliert einen ihrer Eigenen. Andreas Høivold starb im Alter von 53 Jahren, nach einem Leben, das dem Spiel gewidmet war. Mögen seine Familie und seine Freunde in dieser schweren Zeit Kraft finden. Und möge die Pokerwelt ihn so in Erinnerung behalten, wie er war: als Spieler mit Klasse und als Mensch mit Herz.
Ruhe in Frieden, Andreas.
Auf MTTrack
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